Zumischer

Bei Einsätzen besteht oft die Notwendigkeit, dem Löschwasser Schaummittel zuzumischen. Dies geschieht entweder, um die physikalischen Eigenschaften des Wassers zu verändern oder um Schaum für das Ersticken von Flüssigkeitsbränden oder zur Kühlung zu erzeugen. Die Vielzahl verschiedener Schaummittel erfordert Armaturen, mit deren Hilfe diese Schaumbildner dem Löschwasser in voreingestellter Dosierung und mit ausreichender Genauigkeit beigemischt werden können.

Gebräuchliche Zumischraten bei der Schaumerzeugung sind 3% und 6%. Eine Zumischung von 1% wird verwendet, um die Oberflächenspannung des Wassers herabzusetzen und damit die Benetzung des Brandguts durch das Löschmittel zu verbessern.

Bei der Auswahl der Zumischarmatur ist zunächst darauf zu achten, ob die Zufuhr des Schaummittels durch eine eigene Pumpe, d.h. unter Druck stattfindet oder ob das Schaummittel drucklos in einem Behälter zur Verfügung steht. Im ersten Fall kommt ein Druckzumischer zum Einsatz, im zweiten Fall werden Saugzumischer verwendet.

Druckzumischer

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Druckzumischer

Bei Feuerlöschanlagen im industriellen Bereich erfolgt die Schaummittelversorgung wegen der Größe dieser Anlagen häufig durch Druckleitungen. Der Druck in den Schaumleitungen wird durch Schaumpumpen aufrechterhalten.

Der Druckzumischer dient zum Zumischen eines unter Druck stehenden Schaummittels in eine Druckwasserleitung. Sein Mechanismus erlaubt eine konstante Mengeneinspeisung unabhängig vom Schaummittel- und/ oder Wasserdruck, sofern eine Mindestdruckdifferenz von 2 bar zwischen Schaummittelleitung und Wasserleitung nicht unterschritten wird. Das Umschalten zwischen mehreren Zumischraten während des Betriebs ist möglich.

Der Zumischregler führt dem Wasser bei praktisch jedem vorkommenden Druck, auch bei Druckschwankungen, immer dieselbe Menge an Schaummittel zu. Wird bei höherem Druck mehr Wasser geliefert, was bei den meisten Schaumerzeugern der Fall ist, wird die Schaum-Wasser-Mischung „magerer“. Sinkt umgekehrt bei niedrigerem Druck die Wassermenge, wird die Mischung „fetter“. Konstant bleibt die Zumischrate nur dann, wenn sich auch die Durchflussmenge bei der Schaumerzeugung nicht verändert. Sollte der Druck bei kleinerem Durchsatz stark ansteigen, ist zur Aufrechterhaltung des Nominaldurchsatzes ein Absteuerventil vorzusehen.

Technische Daten

Nennweite: 1“
Nenndruck: PN 16
Werkstoffe: G-CuSn5ZnPb/Edelstahl
Zumischrate: 0 - 3% - 6% (Einstellung über Dosierhahn)

Die Bezeichnung des Zumischreglers richtet sich nach der Durchflussrate des angeschlossenen Schaumerzeugers:
 
 ZR 4  >  400 l/min
 ZR 8
 >  800 l/min
 ZR 12
 >  1200 l/min
 ZR 16
 >  1600 l/min
 ZR 25
 >  2500 l/min
 ZR 28
 >  2800 l/min
 ZR 32
 >  3200 l/min
 

Saugzumischer

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Saugzumischer

Saugzumischer sind ihrem Funktionsprinzip nach Wasserstrahlpumpen. Je nach der Art des Einbaus ins Gesamtsystem spricht man von einer Verwendung als In-Line-Zumischer oder Bypass-Zumischer.

In-Line-Zumischer werden vor dem Schaumerzeuger in die Zuleitung eingebaut oder sind in den Schaumerzeuger selbst integriert (selbstansaugende Schaumrohre und MZ-Düsen). Sie werden vom gesamten Löschmittelstrom durchflossen, weshalb diese Art der Verwendung eher bei kleineren Löschmittelmengen geeignet ist.

Ausführungsbeispiel 1621
Selbstansaugendes Schaumrohr
  • mit In-Line-Zumischer
  • Absperrung der Schaumzufuhr und Einstellung
    verschiedener Zumischraten durch Kugelhahn

Bei der Bypass-Zumischung wird nur ein Teilstrom des Löschwassers zum Ansaugen des Schaummittels verwendet. Aus einer definierten Menge an Schaummittel und Wasser wird eine konzentrierte Mischung erzeugt. Wenn Teilstrom und Hauptstrom wieder zusammengeführt werden, entsteht das gewünschte Mischungsverhältnis für die Schaumerzeugung. Wegen des hohen Druckverlustes im Zumischer muss das Schaummittelkonzentrat dem Hauptlöschmittelstrom durch eine selbstansaugende Endarmatur zugemischt werden. Eine andere Möglichkeit ist die Installation eines Bypass-Zumischers als Pumpenvormischer bzw. „Around the Pump“ (RP). Bei dieser Leitungsführung wird dem Druckwasserstrom nach der Pumpe (am Druckstutzen) ein Teilstrom zur Ansaugung von Schaummittel entnommen. Auf der Saugseite der Pumpe wird das Schaummittel-Wassergemisch dann wieder in den Hauptstrom eingespeist.

Technische Daten
Nenndruck: PN 16
Werkstoffe: G-CuSn5ZnPb/Edelstahl

RP100*
  • Angesaugte Menge: 100 l/min
  • Eingang Wasser: G1 1⁄2 A
  • Eingang Schaum: G1 1⁄2 A
  • Ausgang Gemisch: G1 1⁄2 A

RP200
  • Angesaugte Menge: 200 l/min
  • Eingang Wasser: G2A
  • Eingang Schaum: G1 1⁄2 A
  • Ausgang Gemisch: G2A

RP400
  • Angesaugte Menge: 400 l/min
  • Eingang Wasser: G2A
  • Eingang Schaum: G2A
  • Ausgang Gemisch: G2 1⁄2A

RP600
  • Angesaugte Menge: 600 l/min
  • Eingang Wasser: G2 1⁄2A
  • Eingang Schaum: G2 1⁄2A
  • Ausgang Gemisch: G3A

*Die Bezeichnung der Pumpenvormischer richtet sich nach der angesaugten Menge an Schaummittel



Zumischsystem für Fahrzeuge

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Zumischsystem für Fahrzeuge

Dieses Pumpen-Vormischsystem besteht aus einer Pumpen- und Mischeinheit und einer Mess- und Dosiereinrichtung, die auf den Druckstutzen der Pumpe aufgesetzt wird. Unabhängig von der Zahl der angeschlossenen Verbraucher liefert es über den gesamten Durchflussbereich eine eingestellte exakte Zumischung.

Der gesamte vom Fahrzeug im Einsatz abgegebene Löschmittelstrom fließt zunächst durch die Mess- und Dosiereinrichtung. Dabei verstellt er einen Dosierzylinder, der den Zufluss von Schaumkonzentrat zum Saugstutzen der Wasserstrahlpumpe der Pumpen- und Mischeinheit regelt. Für den Betrieb dieser Einheit wird ein Anteil aus dem Druckwasserstrom der Kreiselpumpe entnommen und in der Wasserstrahlpumpe zum Ansaugen von Schaummittel verwendet. Dieser Teilstrom vermischt sich mit dem Schaumkonzentrat und wird am Saugstutzen der Kreiselpumpe wieder in den Gesamtwasserstrom eingespeist. Dabei entsteht das Schaum-Wassergemisch im eingestellten prozentualen Verhältnis. Wieder durch die Kreiselpumpe geleitet, gelangt das Gemisch zum Endverbraucher.

Das beschriebene System steht in zwei Größen zur Verfügung:
  • Typ AZ4 für eine Durchflussmenge von 250 l/min bis 4000 l/min
  • Typ AZ5 für eine Durchflussmenge von 500 l/min bis 5200 l/min

Technische Daten
Mess- und Dosiereinheit
Eingang Wasser: Vierkantflansch VK150
Teilkreis-Ø 160 mm, 4 Bohrungen Ø 16 mm
Ausgang Wasser: Vierkantflansch VK150
Teilkreis-Ø 160 mm, 4 Bohrungen Innengewinde M14
Eingang / Ausgang Schaummittel: Gewinde G2
Anschluss Spülleitung: Gewinde G 3/8
Durchfluss: AZ 4 Qmin 250 l/min, Qmax 4000 l/min
AZ 5 Qmin 500 l/min, Qmax 5200 l/min
Zumischrate: 3%, 6% (andere Zumischraten auf Anfrage)
Max. Betriebsdruck: 12 bar
Wasserstrahlpumpe mit Rückschlagventil
Treibwassereingang: Gewinde G2A
Schaummitteleingang: Gewinde G2A
Gemischausgang: Gewinde G2A

Ausführungsbeispiel 1631
Zumischsystem AZ5 für Fahrzeuge
  • Mess- und Dosiereinrichtung zum Aufbau auf den Druckausgang der Pumpe
  • Einstellung der Zumischraten 1 - 3% - 6% über Handhebel
  • Wasserstrahlpumpe zum Ansaugen und Zumischen des Schaummittels zum Treibwasserstrom